ZUM BOSPORUS UND WEITER

Das offizielle Feature über uns wurde von Mercedes-Benz veröffentlicht. Auf Seite 4 gibt es auch einen ca. 9-minütigen Film über uns. Schaut mal rein, es lohnt sich ;)

The official feature about us from Mercedes-Benz was released. On page 4 you’ll find a short movie (about 9 minutes) about our team, subtitled in English. Have a glance at it, it’s worth it ;)

Zum Bosperus und weiter (deutsch)

To the Bosperus and beyond (english)

24. Rallyetag (Heimflug)

Genauer gesagt um halb 6 klingelten unsere Wecker und nach dem miesesten Kaffee der Reise machten wir uns auf zum Flughafen, was eine gute halbe Stunde Fahrt bedeutete. Wohlgemerkt die letzte in unseren letztlich doch treuen Boliden. Wir lenkten sie auf den Parkplatz vor dem Terminal und nun hieß es Abschied nehmen. Nachdem Nummern- und Rallyeschilder abmontiert waren klopften wir ein letztes Mal auf die Hauben und marschierten Richtung Check-In-Schalter. Dort gab es dann wieder typische Team 22 Kost, der Name Arnold Syrnik fand sich nämlich nirgendwo und so hatte unser Team-Tourist erstmal keinen Platz im Flieger. Nach viel Telefoniererei und dank dreier Leute die dann doch nicht zum Check-In kamen bekam auch er dann aber einen Platz im Flieger von Royal Jordanian in dem wir verstreut Platz nahmen. Überwiegend wurden die 4 1/2 Stunden zum schlafen genutzt, die vorherige Nacht war schließlich kurz genug gewesen. Kurz nach 14 Uhr setzten wir dann in Frankfurt auf. Wir hatten es also tatsächlich alle heil überstanden. Müde, erschöpft, aber glücklich sind wir nun wieder zu Hause und werden sicherlich ein paar Tage brauchen all das zu verarbeiten was uns die letzten 3 1/2 Wochen an Eindrücken hinterlassen haben.

Ein großes Abenteuer geht zu Ende – Danke dass ihr alle dabei wart!

23. Rallyetag (Kerak nach Amman)

Nach einem guten Frühstück im Hotel machten wir uns auf die alte Kreuzfahrerfestung in Kerak zu besichtigen. Den Eintritt von einem JD pro Nase konnten wir uns so gerade leisten und der war es auch wert. Zwar ist kaum etwas der Anlage rekonstuiert, dennoch vermag die Ruine einen einprägsamen Eindruck zu hinterlassen. Bis zu 6,5 m dicke Mauern sind auch 800 Jahre nach Erbauung imposant. Auch die Lage hoch über dem Wadi Kerak gefiel nicht nur Burgenliebhaber Jens, sondern augenscheinlich allen im Team. So verbrachten wir über eine Stunde damit, über Mauern zu kraxeln, Tunnel zu erkunden und uns im kleinen Besucherzentrum über die Geschichte zu informieren. Im Anschluss gab es für jeden ein Eis und nach einem unfreiwilligen Umweg Richtung Osten (ausnahmsweise war das hier mal die falsche Himmelsrichtung) rollten wir mit unseren Boliden auf dem Dead Sea Highway zum Toten Meer. Schließlich wollten wir selbst erleben, wie sich dieses ominöse Nichtuntergehenkönnen denn so anfühlt. Von Team 23 – den Beerates – hatten wir gehört dass es an einem Ort für 10 JD/Nase möglich sein soll, schwimmen zu gehen und danach auch duschen zu können. Eine Preisvorstellung hatten wir also und die nutzten wir dann auch in Person von Max bei Verhandlungen mit einem Resort-Hotel dessen Manager schließlich einschlug und uns statt für 30 für 10 JD pro Person reinließ. Zunächst testeten wir das Tote Meer und bemerkten dass untergehen tatsächlich unmöglich ist – ebenso wie Beinschlag. Bekam von unserem Team auf jeden Fall den Witzig-Stempel! Noch witziger wurde es im Anschluss, da das Hotel neben Strand auch noch mit einem bunten Blumenstrauß an abgedrehten Wasserrutschen aufwartete die allesamt von uns getestet werden mussten. Favorit dabei wurde eine nicht zu Unrecht Kamikaze genannte Rutsche, bei der man gefühlt auf Schallgeschwindigkeit beschleunigt wird und auch die Bodenhaftung verliert. Auch witzig!

Erschöpft und sauber sprangen wir wieder in die Autos um die letzte Etappe zu Ende bringen – Ziel: Amman! Am frühen Abend kamen wir dort an, gingen einer Lonely Planet Empfehlung nach was das Abendessen angeht und wurden nicht enttäuscht. Highlight diesmal: große Falafael mit angeschmorten Zwiebeln gefüllt, ein Traum! Ein Dach über dem Kopf war auch schnell gefunden, auch der Name schien uns angemessen und so residierten wir im Palace Hotel, in dessen Lobby wir den Abend und auch die Reise ausklingen ließen. Spät ging es Richtung Koje, nur um kurz darauf wieder aufzustehen.

22. Rallyetag (Petra)

Um 8 Uhr weckte Jenny den Rest des Teams mit dampfendem Kaffee, ein gelungener Start in den Tag also. Nachdem sich alle aus dem Zelt gearbeitet und teils noch geduscht hatten wurde noch einmal im Kreise der verbliebenen Teams gefrühstückt bevor es dann endgültig hieß, Abschied zu nehmen vom Rallyezirkus, dem wir 3 Wochen angehört hatten.

Um halb 10 machten wir uns dann auf den Weg aus dem Wadi Rum heraus Richtung Norden. Ziel des Tages: Petra. Da es so ziemlich jeden Jordanien-Reiseführer ziert und andere Teams davon geschwärmt hatten, wollten auch wir dorthin einen Abstecher machen. Zum Glück kamen wir noch zum Rallye-Sondertarif rein was bedeutete dass anstatt 50 nur 1 JD zu zahlen ist, eine satte Ersparnis also. Bewaffnet mit jeder Menge Wasser ging es dann durch den Siq hindurch bis wir das Schatzhaus erreichten – schon beeindruckend. Dachte auch unsere Kamera, deren Akku just in diesem Moment beschloss, sein Tagwerk bereits vollbracht zu haben… Naja, zum Glück hatten wir ja noch Handys dabei mit denen das auch geht. Um auch etwas mitzubekommen von all dem was da auf uns wartete hatten wir uns einem Guide angeschlossen, der eigentlich nur mit einem französischen Ehepaar unterwegs war. In der Folge erfuhren wir jede Menge über die Nabathäer und können seitdem auch ein Haus von einem Grab unterscheiden! Nach einer zwischenzeitlichen Stärkung mit Humus, Tee und Cola deckten wir uns noch allesamt mit Pali-Tüchern ein, die wir sogleich aufsetzten und damit den Rückweg den Siq hinauf antraten. Nach fast 6 Stunden nahmen wir Abschied von Petra und waren doch recht froh keine 50 JD bezahlt zu haben. Dennoch war es auf jeden Fall den Abstecher wert. Der nächste sollte dann Kerak werden, das wir nach einer knapp zweistündigen Fahrt über teils abenteuerliche Straßen auch erreichten. Wir fanden ein kleines “Hotel” in dessen zwei Zimmern wir die Nacht verbrachten. Auch zeigte sich, dass der Jordanier an sich scheinbar recht früh zu Abend isst. Unsere Suche nach einem Restaurant das nach 21 Uhr noch geöffnet war entpuppte sich jedenfalls als schwierig, letztlich landeten wir aber in einem winzigen Laden in dem außer uns noch 3 Einheimische saßen. Resultat der nonverbalen Kommunikation war ein schmackhaftes Essen mit Gemüse, Suppe, Hühnchen und natürlich Tee. Anschließend ging es nach einer Gute-Nacht-Shisha recht früh ins Bett – wir hatten schließlich noch große Pläne für unseren letzten vollen Tag in Jordanien.

21. Rallye-Tag (Wadi Rum)

FINALE!!!

Heute geht der offizielle Teil der Rallye zu ende, traurig aber wahr.

Den Vormittag verbrachten wir mit weiteren Wüstenaufnahmen und spaßigen Fahrmanövern.

Nachmittags ging es dann zur Mini-Baby-Racer-Übergabe. Leider endete das Ganze in einem ziemlichen Chaos und wir wurden mit der Begründung „You are not safe here“ weggeschickt. Also auf zum Wüstencamp im Wadi Rum!

Bei einheimische Musik und jordanischem Essen bereiteten wir uns auf die Siegerehrung vor. Zwar rechneten wir nicht wirklich mit dem Sieg, dafür waren wir unterwegs zu sehr mit unseren Pannen beschäftigt um das Roadbook nicht nur gewissenhaft sondern auch noch kreativ zu bearbeiten. Allerding haben wir mit einem Ehrenpreis für „Bespaßung am Straßenrand“ gerechnet. Gab es nicht. Auch nicht schlimm. Dafür einen „guten, ganz knappen 4. Platz“. TSCHAKKA!

Übernachtet wurde zwar nicht in den Autos, dafür aber in Zelten, die zwar Platz für 60 Mann boten, aber vielleicht von maximal 10 belagert wurden. Nur noch wenige Nächte bis zur Auflösung unserer 6er-WG. Wehmut machte sich bereits breit, insbesondere, da sich viele Teams bereits am Abend verabschiedeten. Wir hatten viel gemeinsam erlebt und gegenseitig geholfen (und vor allem helfen lassen) sowas schweißt zusammen und wir freuen uns schon auf unseren nächsten Roadtrip, nach Saarbrücken, über Hannover, Richtung Regensburg.